Jeder Stein atmet Geschichte!

Überall im Gut Vennloh erzählen die Architektur und bewusst erhaltene Spuren aus der wechselvollen Geschichte des Hauses. Vor einigen hundert Jahren planten und erbauten Adelsleute den heute historischen Gutshof "Gut Vennloh".

Er liegt im heutigen einzigartigen Heidenaturschutzgebiet Bad Bentheims - dem Gildehauser Venn.

Zwischen Moor, Heideflächen und alten schaurigen Tümpeln erbauten Adelige Textilbarone aus dem Westfälischen Gescher einen großen Gutshof mit herrschaftlicher Parkanlage. Heute noch sieht man im Wald alte große Rhododendron – Büsche. Jedes Jahr entfachen Sie eine einzigartige Blütenpracht an ungewohnter Stelle.

Mit vielen Fuhrwerken ließen die Gutsherren mühselig über lange Zeit Kalksandsteine aus dem Rheinland zum Gutsgelände schaffen. Hier begann dann der Bau des herrschaftlichen Gutshauses mit großen Nebengebäuden. Leider sind nicht mehr alle aufwendigen Nebengebäude vorhanden. Der Zahn der Zeit hat Sie verfallen lassen und Sie wurden entfernt.

Zum Gutsgelände sollen mal insgesamt 780 ha gehört haben. Also viele hunderte Hektar Ackerland, Moor und Heideflächen. Damit soll Gut Vennloh der größte Gutshof in der Grafschaft gewesen sein. Der Geschichte nach sollten schon zu damaliger Zeit die Barone einen Urlaubs- und Freizeitpark auf Gut Vennloh geplant haben. Sogar der Name stand schon fest. Es sollte den Namen Resort "Gut Vennloh – Seerose" erhalten.

Warum das nicht mehr umgesetzt wurde ist nicht bekannt. Nie wurde der Gutshof von den Adeligen Baronen selbst bewohnt.

Ein Verwalter sorgte für Ordnung. Gut Vennloh diente als großer Treffpunkt für Adelsfamilien, Geschäftsfreunde und Kunden aus aller Welt. Hier ging man gemeinsam auf die Jagd. Kein Jagdfest konnte groß genug sein, jedes Essen ein Höhepunkt und Festschmaus. Leider gibt es das alte große Jagdzimmer nicht mehr. Es war verfallen und marode. Eine Rettung war nicht mehr möglich.

Die Nachkommen der Gutsherren – Familien erzählten uns ebenfalls vor einigen Jahren das zwischen den Baronen und dem Franziskaner-Kloster in Bardel in den Anfangsjahren ebenfalls reger Geschäftsbetrieb bestand. So wurde das Kloster von den Baronen mit Tuchwaren und Stoffe versorgt.

Hochinteressant ist auch, dass ein alter Postkutschenweg dass Guts - Arenal durchquerte. Hier fuhr regelmäßig eine Postkutsche von Gronau-Westfalen nach Bad Bentheim.

Da Gut Vennloh auf dem halben Weg lag, kehrte hier die Postkutsche regelmäßig zur Rast ein. Hier bekamen die Pferde an der Pferdetränken - Station frisches Wasser und etwas Heu. Noch heute gibt es den alten Pferdebrunnen. Er ist zugänglich und kann besichtigt werden. In naher Zukunft soll der Pferdebrunnen saniert und restauriert werden.

Auch der historische alte Postkutschenweg ist noch zum Teil vorhanden. Mächtige alte Bäume stehen am Rad des Weges in majestätischer Weise. Über eine Wiederbelebung des alten Postkutschenweges macht man sich aktuell gerade Gedanken. Jedoch kann man davon ausgehen, dass dieser historische Weg in Zukunft wieder der Öffentlichkeit als Wander- und Radfahrweg dienen wird.

Da die alten Gutsherren selber nie fest auf Gut Vennloh gewohnt haben, wurde das Gut viele Jahre diversen Pächtern überlassen. Sie betrieben auf den großen Ländereien eine florierende Landwirtschaft.

Im Jahre 1988 / 89 wurde Gut Vennloh verkauft. Manfred Becking erwarb 1989 das völlig marode und verfallene Gut. Ein Nebengebäude übernahm man im abgebrannten Zustand. Sofort begann die sehr aufwendige Sanierung und Restaurierung des Gutshofes.

Heute erstrahlt Gut Vennloh im neuen Glanz.

Viele Sandstein – Reliefs schmücken die Gebäude. Voller Stolz können wir Sandsteinbilder zeigen die es Weltweit nicht mehr gibt. Laut dem Künstler werden es Unikate bleiben. Ein Paradies im Grünen in herrlichster Natur bietet Touristen Urlaub pur. Urlauber finden einen traumhaften und erholsamen Ort, der Ruhe und Entspannung bietet.